Eine Sekunde Unachtsamkeit: Fast 800.000 Unfälle endeten 2016 im Spital

Mehr als 792.000 Unfälle endeten im Jahr 2016 in der Unfallambulanz oder stationär in einem österreichischen Krankenhaus, 2.548 Menschen verunglückten tödlich. Sieben von acht Unfällen ereigneten sich im Haushalt, in der Freizeit und beim Sport sowie im Straßenverkehr, nur einer von acht bei der Arbeit oder in der Schule. Diese aktuellen Zahlen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) unterstreichen drastisch: Eine private Unfallversicherung ist ein Muss in jedem Polizzenordner!

Eine Sekunde Unachtsamkeit und schon ist es passiert! Ein falscher Schritt bei der Bergtour, ein Sturz von der Leiter beim Fensterputzen, ein unabsichtliches Foul beim Hobby-Fußballturnier, eine Kollision auf der Skipiste – und wieder ist für Auslastung in der Unfallabteilung eines Krankenhauses gesorgt! Unser Gesundheitssystem sorgt für die Grundversorgung. Hat jedoch ein Unfall bleibende gesundheitliche Schäden oder gar eine schwere Behinderung zur Folge, ist eine private Unfallversicherung unverzichtbar, da die gesetzliche Versicherung nur bei Arbeitsunfällen bzw. Schulunfällen und auf dem Weg von und zur Arbeit bzw. Schule leistet. Die private Unfallversicherung schließt also eine wichtige Lücke, indem sie auch den Freizeitbereich abdeckt – weltweit und rund um die Uhr!

Als Unfall gelten z. B. Knochenbrüche, Verrenkungen, Zerrungen und Zerreißungen von und an Gliedmaßen und an der Wirbelsäule befindlichen Muskeln, Sehnen, Bändern und Kapseln sowie Meniskusverletzungen. Üblicherweise wird auch Versicherungsschutz angeboten für Kinderlähmung, durch Zeckenbiss übertragene FSME, Wundstarrkrampf, Tollwut, weiters Unfälle des Versicherten als Fluggast in Motorflugzeugen und Sportunfälle. Liegt innerhalb eines Jahres nach dem Unfall bleibende Invalidität vor, zahlt der Versicherer eine bestimmte Summe aus. Deren Höhe richtet sich nach der vereinbarten Versicherungssumme und dem Invaliditätsgrad, also nach der Schwere der Einschränkung. Der Invaliditätsgrad wird mit der sogenannten Gliedertaxe bestimmt. Die Gliedertaxe ist eine Tabelle, in der festgelegt ist, wieviel Prozent Invalidität der Verlust oder die Funktionsuntüchtigkeit eines bestimmten Körperteils ausmacht. Sind mehrere Körperteile durch den Unfall betroffen, werden die einzelnen Invaliditätsgrade zusammengezählt.

Vollinvalidität und Progression Bei 100 Prozent spricht man von Vollinvalidität. Wie hoch die Vollinvaliditätssumme ist, hängt von der Progression ab. Ist beispielsweise eine Progression von 750% der Versicherungssumme vereinbart und beträgt die Versicherungssumme 100.000 Euro, so zahlt der Versicherer bei Vollinvalidität, etwa bei einer Querschnittlähmung, 750.000 Euro aus. Viele Versicherer bieten auch eine lebenslange Unfallrente, um Fixkosten abzudecken.

Im Todesfall wird die versicherte Summe an die bezugsberechtigten Personen ausbezahlt, wenn der unfallbedingte Tod innerhalb eines Jahres nach dem Unfalltag eintritt.

Eingeschlossen werden können in den Unfallversicherungsschutz u. a. Taggeld, Spitalsgeld, Erstattung für Heil-, Bergungs- und Rückholkosten sowie Assistanceleistungen wie häusliche Pflege, Essensversorgung, Behördenwege, Haustierbetreuung, Dolmetscherkosten nach Unfällen im Ausland und Rechtsberatung.

Die Prämie ist u. a. abhängig von der gewählten Versicherungssumme, vom Versicherungsumfang, vom Beruf des Versicherten und dem Risiko, etwa durch die Ausübung gefährlicher Freizeitaktivitäten. Unfälle bei Extremsportarten wie zum Beispiel Fallschirmspringen, Klettern in hohen Schwierigkeitsgraden oder Paragliding sowie Unfälle bei motor-oder wintersportlichen Wettbewerben sind in der Regel ausgeschlossen. Kontaktieren Sie uns bitte, wenn Sie eine Risikosportart ausüben, wir können unter Umständen eine individuelle Versicherungslösung für Sie ausverhandeln.

Vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind weiters Unfälle infolge Alkohol-, Suchtgift- oder Medikamentenmissbrauchs und beim Begehen strafbarer Handlungen.

Viele Versicherer bieten Familien- oder Paartarife. Beachten Sie aber, dass der Versicherungsschutz für Kinder an bestimmte Voraussetzungen wie Alter, Einkommen und Wohnen im gemeinsamen Haushalt gebunden ist. Fragen Sie uns, wir helfen Ihnen gerne!

Wissen

Ein „Unfall“ liegt dann vor, wenn durch ein plötzlich von außen auf den Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung eintritt.